Aktuelle Studie belegt: Beim sozialen Netzwerken übertrifft das mobile Internet den PC

Ausgabe: 
8 / Februar 2010

"Internet to go” wird immer beliebter – insbesondere für soziale Netzwerke wie Facebook und twitter scheint es die bessere Plattform zu sein. Das mobile Datentransfervolumen wächst dadurch weiter.

Social Networking Now More Popular in Mobile Than Desktop
New York Times (nytimes.com vom 18.02.2010)
Knapp drei Stunden sind US-Amerikaner mit ihrem Mobiltelefon im mobilen Internet unterwegs – jeden Tag. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Ruder Finn, einer der weltweit größten unabhängigen Public-Relations-Agenturen. Ein wichtiger Bestandteil der im mobilen Internet verbrachten Zeit ist das soziale Netzwerken. Denn das erledigen mehr und mehr Nutzer mittlerweile über Smartphone & Co. – und nicht länger über den traditionellen PC: Während 91% der Mobiltelefonnutzer twittern, Fotos und Nachrichten verschicken oder bei Facebook aktiv sind, sind nur 79% der PC-Nutzer auf solchen sozialen Plattformen aktiv. Der Vorteil: Über das Mobiltelefon können Nutzer dann aktiv sein, wenn sie Zeit haben, beispielsweise auf dem Arbeitsweg oder zwischen zwei Terminen – und müssen sich nicht länger am stationären PC extra ein Zeitfenster dafür einrichten.

Nervöser Stratege
Welt am Sonntag (welt.de vom 21.02.2010)
Die verstärkte Nutzung des mobilen Internets stellt die Mobilfunkbetreiber in den USA vor große Herausforderungen. Telekom-Chef René Obermann beispielsweise steckt mit T-Mobile USA in einem Dilemma: Eigentlich könnte das Unternehmen, das auf dem amerikanischen Mobilfunkmarkt abgeschlagen an vierter Stelle liegt, von der wachsenden Begeisterung für das mobile Internet profitieren. „Doch jetzt, wo das mobile Internet zum großen Geschäft wird, offenbart sich die Schwäche der Telekom: Ihr Netz ist zu löchrig und vor allem zu langsam. Im Grunde müsste die Telekom in den USA viele Milliarden in die Hand nehmen, um konkurrenzfähig zu bleiben.“