Mekka der Mobilfunkfreunde: Mobile World Congress in Barcelona erklärt 2010 zum Jahr des Smartphones
Die weltgrößte Mobilfunkmesse „Mobile World Congress“ zeigt auch in diesem Jahr in Barcelona die neuesten Handytrends. Worüber sich alle einig sind: 2010 ist das Jahr der Smartphones. Es ist zum Multifunktionsgerät geworden und hilft als ständiger Begleiter bei alltäglichen Aufgaben. Auf der Messe haben alle Hersteller ihre brandneuen Errungenschaften dabei.
Mobile Datenmengen explodieren
n-tv.de (vom 16.02.2010)
Das Potenzial, das die Branche bei den Mobilgeräten sieht, ist groß. „Wir glauben, dass wir in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden neue mobile Breitbandnutzer sehen werden“, so Hans Vestberg, Chef von Ericsson. 2009 war erst jedes siebte verkaufte Handy ein Smartphone, in diesem Jahr dürfte es bereits mindestens jedes Vierte sein, zum Jahr 2013 soll der Marktanteil bereits 40% betragen. Entscheidend bei der wachsenden Verbreitung der multimedialen Geräte für die Netzbetreiber: Die benötigten Netzkapazitäten sind deutlich höher. Ein Youtube-Video beispielsweise entspricht vom Datenvolumen her 500.000 SMS.
Das Ergebnis: „Bis 2015 wird das Datenvolumen wegen der Beliebtheit der Smartphones bis zu 10.000% wachsen“, erwartet Rajeev Suri, Chef von Nokia Siemens Networks. Deshalb müssten die Mobilfunkbetreiber jetzt ihre Netze kräftig aufrüsten (Quelle: Handelsblatt vom 16.02.2010). Suri zufolge wird der mobile Datentransfer im Jahr 2015 auf 23 Exabytes steigen. „Das ist, als ob 6,3 Milliarden Menschen jeden Tag ein E-Book herunterladen“ (Quelle: Financial Times Deutschland vom 16.02.2010).
Unerlässlich ist Blackberry-Chef Mike Lazaridis zufolge allerdings der sofortige weitere Ausbau der Netze. Schon jetzt kommt es in Ballungszentren zu Überlastungen, weltweit sind Engpässe zu beobachten. „Die enorme Nachfrage nach Smartphones, immer interessantere Dienste und neue Kunden führen zu einem exponentiell wachsenden Datenvolumen in den Mobilfunknetzen. Wenn die Carrier damit Schritt halten wollen, werden sie ihre Infrastruktur wohl ausbauen müssen. Wir brauchen mehr Funkzellen, mehr Masten und auch die engere Zusammenarbeit mit Anbietern von Funktechnologien wie WiFi“ (Quelle: Euro am Sonntag vom 13.02.2010).
MWC: Mobilfunkanbieter wappnen ihre Netze
heise online vom 16.02.2010
Nach Einschätzung von Experten wird die Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze für die Netzbetreiber in Zukunft zur Überlebensfrage. Doch der ist kostspielig: Die Unternehmensberatung Booz & Co. hat berechnet, dass der Aufbau von LTE-Mobilfunk-Infrastruktur – der Internetverbindung der vierten Generation – bis 2014 weltweit noch mindestens 20 Milliarden Euro verschlingen wird.
