Apps - Treiber des mobilen Datentransfervolumens
Der große Siegeszug der „Apps“ - kleine Programme für mobile Geräte revolutionieren das Netz. Die Nutzer zahlen für Dienste, neue Firmen entstehen, die etablierten sind aufgeschreckt.
Handelsblatt vom 09.12.2009
Still und beinahe unbemerkt haben sie eine kleine Revolution ausgelöst: Mit den sogenannten Apps hält ein Geschäftsmodell im Netz Einzug, das erstmals eine Kapitalisierung des Internets möglich macht. Immer mehr Nutzer laden sich die kleinen Programme auf ihr Smartphone oder Handy und zahlen dafür Minibeträge.
„Die Apps haben etwas erreicht, was das Internet bisher nicht vermocht hat: Die Bereitschaft, für Services und Inhalte zu zahlen, steigt", sagt Nikolaus Mohr, Partner für den Bereich Medien und Unterhaltung bei der Beratungsgesellschaft Accenture.
In den in Sachen IT und Internet stets schnell zu begeisternden USA sind mit Apps innerhalb kürzester Zeit Hunderte neuer Firmen entstanden. Experten sprechen bereits von einer Apps-Ökonomie.
Mobiles Datentransfervolumen überlastet bestehende US-Netze
Die Apps-Ökonomie in den USA steht jedoch auf einem dünnen und brüchigen Fundament. So sucht zurzeit AT&T, der alleinige Anbieter für das iPhone in den USA, nach neuen Wegen seine Kunden zu animieren, weniger Datentransfervolumen zu erzeugen um die Funknetze nicht zu überlasten.
AT&T to Urge Customers to Use Less Wireless Data
New York Times vom 09.12.2009:
Dieses ist jeodch nur der Versuch, kurzfristig das Nutzerverhalten zu ändern. Die weitere Verbreitung der Smartphones über iPhone und Blackberry hinaus wird das mobile Datentransfervolumen weiter stark ansteigen lassen.
Wachstumsmarkt US-Mobilfunkinfrastruktur
Vom Anstieg des mobilen Datentransfervolumens profitiert vor allem die Mobilfunkinfrastrukturbranche in den USA. Die notwendigen Investitionen in den Ausbau der Netze werden die Rolle der Mobilfunkmastbetreiber zukünftig noch weiter stärken.

